REGELWERK UND DISZIPLINEN BEI SUP RACES
UND SUP FUN VERANSTALTUNGEN

 

Grundlegendes

Der Teilnehmer muss während des gesamten Wettkampfes auf dem Board stehen. Ausnahmen gelten nach einem Sturz. Hier dürfen sitzend oder kniend insgesamt maximal fünf Paddelschläge  absolviert werden. Zuwiderhandlungen führen zu Zeitstrafen bzw. Disqualifikation. Die Ziel- und Startlinie muss in jedem Fall stehend überfahren werden, sofern Start und/oder Ziel sich nicht am Strand befinden. Ausnahmen in Gefahrensituationen werden vom Veranstalter bekannt gegeben.

Der Teilnehmer darf sich während des Rennens ausschließlich durch Paddel, Wellen und Wind fortbewegen.


Das „Drafting" bezeichnet das Fahren in der Welle eines anderen Teilnehmers entweder hinten oder seitlich fahrend im Kielwasser der Vorderfrau/ des Vordermannes, ist nur zwischen Teilnehmern innerhalb der gleichen Board- und Wertungsklasse erlaubt. Also nicht Damen bei Herren oder umgekehrt und nicht iSUP bei Hardboard und umgekehrt.


Definition Draften:

Als Draften gilt das Fahren hinter oder neben einem Teilnehmer, näher als 2 m und länger als 10 Sekunden.


Leash und Sicherheit:

Die Rennleitung gibt je nach Witterungsbedingung bekannt, ob das Tragen einer Leash oder eines Neoprenanzuges Pflicht ist. Eventspezifische Ergänzungen werden spätestens beim Riders Meeting bekannt gegeben.

 

ASF Disziplinen und Klassen


Offene Rennen (für alle zugänglich, freie Boardwahl)

 

Long DistanceRace


Kurslänge 6000m bis 10000m

Beim Long- Distance startet das gesamte Teilnehmerfeld zugleich, entweder vom Wasser aus oder vom Ufer.  Der Kurs wird vorher genau festgelegt und ist im Normalfall einmal zu umrunden/ zu absolvieren. Boards jeglicher Firmen und Hersteller sind zugelassen, sofern sie die allgemeinen Regeln für ein SUP erfüllen. (Kein Rudersystem, ein Rumpf, ein Stechpaddel)


Längenbegrenzung der Boards:   14.0 Fuß

 

Short Race / Cross Race


Kurslänge: max. 1000 m

Der Kurs wird mit 2 bis 6 Bojen abgesteckt, Start und Ziellinie können, müssen aber nicht ein und dieselbe sein.

Pro Wettlauf starten 4 bis 8 Teilnehmer zugleich, die schnellsten 2 bis 4 Läufer steigen auf in die nächste Runde. Die Einteilung der Heats wird beim Riders Meeting vor dem Beginn des ersten Heats bekannt gegeben. Der Wettkampf kann in stehendem sowie in fließendem Gewässer stattfinden. Der Veranstalter behält sich vor, Qualifikationsläufe durchzuführen, bzw. Wildcards zu vergeben.


Boardklassen Short Race / Cross Race:

Es wird empfohlen, die Wettkämpfe auf Inflatable SUP Boards der Klasse 12,6 durchzuführen. Genaue Klassen und Abläufe werden vom jeweiligen Veranstalter bekannt gegeben.


Fun Klasse:


Die Fun Klasse richtet sich an Einsteiger und Fortgeschrittene sowie Kinder und Jugendliche im SUP Sport. Die Races werden meist im Ausscheidungsformat ähnlich dem Short Race / Cross race ausgetragen:


Boardklassen:

Boards werden vom Veranstalter gestellt meist im One Design Format, um die Chancengleichheit in diesem Bereich aufrecht zu erhalten.


Boardklassen und Beschränkungen (an SUPAA- Rulebook angelehnt):


Minimalbreite bei Race 14 ft = 23 inches
Minimalbreite bei Race 12.6 ft = 23.75 inches
Boards müssen einrumpfig sein, Lenksysteme, Foils etc. sind verboten.
Erlaubt sind 1-3 fixe Finnen im hinteren Drittel des Boards, bei Wave/WW gibt es freie Finnenwahl.


Boardlänge

Die Boardlänge wird von der Spitze des Brettes bis zum abschließenden Tail (Heck) gemessen. Bitte bei Inflatables beachten, dass diese in aufgeblasenem (also Wettkampfzustand) oft erheblich grösser als die entsprechenden zugelassenen Maße sind und insofern dann auch nicht zulässig für den Wettkampf sind.


Paddel

Das Paddel muss so konstruiert sein, dass nur auf einer Seite des Schaftes ein Paddelblatt montiert ist. Das Paddel darf in Größe und Länge variieren. Längenverstellbare Paddel sind zulässig. Es gibt keine Gewichtsbeschränkungen.


Sicherheit:

Jeder Teilnehmer muss sicherstellen, dass seine gesundheitliche und körperliche Konstitution den Anforderungen zur Teilnahme an der Veranstaltung und den Wettkämpfen gerecht wird. Gegebenenfalls ist im Vorfeld ein Arzt zu konsultieren. Den Hinweisen und Vorgaben des jeweiligen Veranstalters und den Anweisungen des Personals und der Hilfskräfte ist ausnahmslos Folge zu leisten. Paddler, welche einen in Not geratenen Paddler sehen, sind dazu verpflichtet Hilfe zu leisten, bis rettendes Personal zur Stelle ist und der Verunfallte geborgen ist.


Start Long Distance:

Bei Long DistanceRaces wird 10min vor dem Start ein Signal gegeben und eine blaue Flagge gehisst (10 min).Es wird eine Minute vor dem Start ein weiteres Signal gegeben und eine gelbe Flagge gehisst. Die Signale werden beim Riders meeting erklärt und vorgezeigt. Der Start kann sich aufgrund von Ridern, die vor der Ziellinie stehen, auch etwas verzögern. Beim Start wird ein Signal gegeben und eine grüne Flagge gehisst.

Der Startvorgang kann durch das Rufsignal „STOP“ oder drei kurze Hupsignale unterbrochen werden und beginnt dann erneut.


Vorrangregeln

 

Vorrang:

 

In Anlehnung an die  international üblichen Regelungen beim Surfen hat innerhalb des Wettkampffeldes grundsätzlich derjenige Teilnehmer Vorrang, der sich zum nächstgelegenen Ufer hinbewegt. (Der Hineinfahrende hat Vorrang).  Änderungen dieser Vorfahrtsregel sind vom Veranstalter beim Riders- Meeting bekannt zu machen und auf dem Wettkampf- Brett zu veröffentlichen. Bei Kursen, die parallel zum Ufer verlaufen, obliegt es beim Veranstalter, eine Vorfahrtsregelung anzugeben. Bei Wettkämpfen, die in offenem Gelände stattfinden, wo sich auch andere Wassersportler befinden/ aufhalten, gelten die offiziellen allgemeinen Vorfahrtsregeln.

 

Bojen und Wendemarken

 

Das Berühren der Bojen mit dem Körper oder der Ausrüstung ist grundsätzlich erlaubt.

Der Teilnehmer, der sich eine Boardlänge vor der Wendemarke auf der Innenseite und vor dem Konkurrenten befindet, hat Vorrang gegenüber dem Teilnehmer, der sich auf der Aussenseite befindet. (Kein Kurvenschneiden !)  Überholen: Der zu Überholende hat beim Überholvorgang die Richtung beizubehalten, um ein Überholen zu ermöglichen. Es ist verboten, den schnelleren, von hinten kommenden zu blockieren, bzw. mit Schlangenlinien aufzuhalten. Der Schnellere/ Überholende darf in ausreichendem Abstand (mind. 1.5m) vorbei fahren.

Draften: Ein knappes Auffahren ohne Berührung des Vordermannes/ der Vorderfrau ist erlaubt. Dabei ist es nur erlaubt, Personen vom gleichen Geschlecht zu draften. Mehrmaliges Berühren mit dem Board führt zur Disqualifikation

desjenigen, der auffährt. (bzw. derjenigen, die auffährt).

 

Regelverstöße und Disqualifikation:

 

Grobe Regelverstöße führen zu Disqualifikation.

Unter einem groben Regelverstoß fällt unsportliches, absichtlich unfaires Verhalten, wie z.B. vorsätzliches Rammen, Schlagen eines anderen Teilnehmers mit dem Paddel, Wegdrücken eines gegnerischen Boards, Auslassen einer Boje. Bei flachen Gewässern ist ein Abstoßen vom Grund mit dem Paddel verboten und führt zur Disqualifikation . Situationen an den Wendemarken bzw. an Start- und Ziellinie, bei denen es eng wird und zu eventuellen Stürzen kommt, die aber nicht auf vorsätzliches Verhalten eines Konkurrenten zurückzuführen sind, fallen nicht unter die Regelverstöße und führen demnach auch nicht zu einer Disqualifikation. Bei strittigen Situationen  entscheidet die Wettkampfleitung.


1- Minuten – Regel beim Start:

 

Innerhalb einer Minute vor dem Start darf die Ziellinie von keinem Teilnehmer mehr überfahren bzw. übertreten werden. Passiert dies innerhalb einer Minute, wird der Teilnehmer mit einer Zeitstrafe von 1 Minute (penalty) verwarnt. Dies wird über die Moderation und Aufrufen der Startnummer des Teilnehmers bekannt gegeben, es kann auch nach dem Race von der Rennleitung bekannt gegeben werden. Beim zweiten Übertritt innerhalb einer Minute vor Start erfolgt die Disqualifikation des Teilnehmers.

 

Frühstart:

Bei Frühstart (Boardspitze befindet sich vor dem Startsignal vor der Startlinie) bekommt der Teilnehmer beim ersten Mal eine Zeitstrafe von einer Minute, das Teilnehmerfeld wird im Normalfall nicht angehalten (meist zu großes Teilnehmerfeld). Bei mutwilligem klar ersichtlichen Fehlstart kann die Rennleitung sich auch beim ersten Mal zu einer Disqualifikation des Teilnehmers entschließen. Dieser Entscheid obliegt ganz klar der Rennleitung.

 

Penalty, Zeitstrafen und Disqualifikation- besondere Fälle:

 

(Es können natürlich auch andere oben angeführte Aktionen zu Disqualifikation führen)

 

- Draften bei einem anderen Geschlecht:     erstes Mal pro Race:  5 min Zeitstrafe

- Draften nach Ermahnung:                          Ausschluss aus dem Race

- Übertretung der Boardmaße                       Disqualifikation

- Auslassen einer Wettkampfboje                 Disqualifikation

 

Einspruch:

Ein Einspruch gegen die Entscheidungen der Wettkampfleitung ist möglich innerhalb einer halben Stunde nach Beendigung der Races. Für einen Protest ist eine Aufwandsgebühr in der Höhe von 50 € zu bezahlen.

 

Wettkampfbrett/ Tafel:

 

Alle Informationen und Änderungen zu den Wettkämpfen werden für die Teilnehmer auf  dem Wettkampfbrett (Tafel) erkenntlich gemacht. Informationen sowie Änderungen im Wettkampf-Geschehen werden am Wettkampfbrett aktualisiert.

 

Ausfall einer Veranstaltung / Nichtantreten

 

Der Veranstalter ist berechtigt, Veranstaltungen abzusagen bzw. zu verschieben.Bei Totalausfall der Veranstaltung wird das Startgeld an die Teilnehmer retourniert. Weitere Kosten sowie Anreise und Hotelkosten hat der Teilnehmer selbst zu begleichen. Bei Nichtteilnahme am Wettkampf verfällt jeglicher Anspruch.

 

Allgemeine Wettkampfbedingungen

 

Jeder Teilnehmer muss sicher stellen, dass seine gesundheitliche und körperliche Konstitution den Anforderungen zur Teilnahme an den Wettkämpfen der ASF entspricht, bzw. gegeben ist. Gegebenenfalls ist im Vorfeld ein Arzt zu konsultieren. Bei Wettbewerben im Fließwasser ist eine Verwendung von Schwimmwesten* und Neoprenschuhen obligatorisch. Schwimmwesten werden vor Ort gratis zur Verfügung gestellt. Im fließenden Gewässer müssen Schuhe verwendet werden, die auch ausgeliehen werden können. Im fließenden Gewässer behält sich die ASF vor, eine Helmpflicht einzuführen. Jeder Teilnehmer kann seinen eigenen Helm verwenden oder sich vor Ort einen Helm ausleihen (gratis) . Zugelassen sind für die jeweilige Veranstaltung alle Personen, die zum Zeitpunkt der Anmeldung volljährig sind, bzw. Minderjährige ab 14 Jahren, die bei der Anmeldung eine unterschriebene Einverständniserklärung eines Erziehungsberichtigten abgeben. Alkoholisierte sowie durch Drogen beeinträchtigte Personen werden ohne Rückerstattung der Startgebühr vom Wettkampf ausgeschlossen. Den Hinweisen undVorgaben des Veranstalters und den Anweisungen des Personals und der Hilfskräfte ist ausnahmslos Folge zu leisten.

Die ASF steht für Fairness und Gemeinnützigkeit im Sport und freut sich auf alle Teilnehmer in diesem neuen Wassersport.

 

Haftung

 

Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko. Die Haftung des Veranstalters - auch gegenüber Dritten – ist beschränkt auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Dies gilt auch für die vom Veranstalter eingesetzten Firmen und Helfer. Die Haftung des Veranstalters für andere Schäden als solche aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit ist ausgeschlossen, soweit sie nicht auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters, oder seines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruht.

Der Veranstalter haftet nicht für Ausrüstungsgegenstände, die abhanden kommen oder für andere abhanden gekommene Gegenstände der Teilnehmer, soweit sie nicht auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters, oder seines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruht.

Mit der Anmeldung erklärt der Teilnehmer verbindlich, dass gegen seine

Teilnahme keine gesundheitlichen Bedenken bestehen.

Der Veranstalter ist nicht für die Eignung der Teilnehmer und das Material haftbar zu machen.

Alle vom Veranstalter ausgegebenen Informationen sind als unverbindliche Mitteilungen und keinesfalls als Zusicherungen zu verstehen, aus denen sich etwaige Rechtsansprüche gegen den Veranstalter ergeben.

Zur Deckung eventueller Sach- oder Personenschäden hat der Teilnehmer im Besitz einer Haftpflichtversicherung mit ausreichender Deckungssumme zu sein, die auch das Risiko Innerhalb des SUP Races abdeckt.

 

Datenschutz / Persönliche Daten

 

Die bei der Anmeldung vom Teilnehmer angegebenen personenbezogenen Daten werden

gespeichert und nur zur Durchführung und Abwicklung der Veranstaltung verarbeitet.

Bei gleichzeitigem Vereinsbeitritt werden die Daten gespeichert und sorgsam

vor Dritten geschützt.

Der Teilnehmer erklärt sich damit einverstanden, dass die in der Meldung genannten Daten für die Platzierung und Ergebnisse erfasst und weitergegeben werden dürfen.

Die vom Teilnehmer im Zusammenhang mit der Veranstaltung gemachten Fotos, Filmaufnahmen und Interviews dürfen ohne Vergütungsanspruch im Rahmen der Kommunikation für die Veranstaltung in allen Mediagenres veröffentlicht werden.

 

Änderungen

 

Änderungen dieses Regelwerkes sind jederzeit möglich und müssen den Teilnehmern vor Beginn eines Bewerbes zur Kenntnis gebracht werden.

 

Wertungs- Klassen:

 

Kinder  bis 15 Jahre              

Junioren bis 18 Jahre (Frauen und Männer)                       

Allgemeine Klasse Frauen und Männer

Masters ab 45 Jahren (Frauen und Männer)

(Mindeststarter pro Klasse 3 Personen)